Archiv für Juli 2009

Lernen Sie aus Ihren E-Mail Abmeldungen (Unsubscribes)

Ein unschönes und unangenehmes Thema, welches nicht sehr negativ gesehen werden sollte.

Niemand möchte gerne Abmeldungen haben aber sie sind unvermeidlich. Es gibt sie immer und wir können aus ihnen sehr viel lernen! Man sollte sie nicht einfach so hinnehmen, User-Verhalten-Analyse ist hier angesagt!

Was bringt einen Abonnenten dazu, sich abzumelden? Er hatte wahrscheinlich gewisse Erwartungen, als er sich angemeldet hat, welche nicht erfüllt wurden.

Um die Sache auf den Grund zu gehen, sollte man einige Fragen beantworten:

  • Wie wirbt man für den Newsletter?
  • Welche Versprechungen werden gemacht? (Inhaltlich aber auch die Versand-Frequenz bzw.  Häufigkeit)
  • Wie gut werden diese Versprechungen auch tatsächlich eingehalten?
  • Wie sind die Abonnenten aufgeteilt? (z. B. Management-Level und Position)
  • Wie gut ist der Newsletter aufgebaut?

Danach schaut man sich die Abmeldungen an und prüft sie auf Gemeinsamkeiten:

  • Sind sie eher von einer bestimmten Position?
  • Sind sie eher Kunden oder Interessenten (Prospects)?
  • Bei Online-Shops kann man zusätzlich auf Geschlecht, Alter und Region Achten!

Jetzt kann man sich hinsetzten und die Daten auswerten. Vielleicht ist der Newsletter mit der Zeit zu lang oder langweilig geworden!? Oder spricht die Zielgruppe nicht an, zu der auch die Abmeldungen gehören!? Usw…

Oft und mit der Zeit entwickelt sich ein Newsletter doch anders, wie es am Anfang geplant war. Das ist nichts Schlimmes, nur sollte man die Empfänger rechtzeitig über die Änderungen informieren und gegebenenfalls mehrere Newsletter anbieten.

Wie man sieht, E-Mail Marketing beginnt erst mit dem Versand. Es gibt viele “Kleinigkeiten”, die zu beachten sind und manchmal kann man mit ein klein wenig Aufmerksamkeit eine große positive Wirkung erzielen.

Newsletter-Versand-Frequenz - Wie oft sollte man den Newsletter verschicken?

Eine strittige Frage ist immer noch: “Wie oft sollte man den Newsletter versenden?”

Newsletter ist erstellt, die Abonnenten sind da und das Letzte, was man nicht möchte, ist sie zu verärgern! Ist der wöchentliche Versand zu viel? Zwei Mal im Jahr hingegen viel zu wenig? Viele reagieren in der Hinsicht einfach falsch, indem Sie die Themen, welche sie mit zu teilen haben einfach ignorieren und sich nur auf die Versandfrequenz fixieren.

Dabei möchte der Empfänger nichts Anderes als relevante Informationen erhalten. Ob sie einmal in der Woche, Monat oder quartalsweise verschickt werden. Man sollte nur dann etwas sagen, wenn man auch wirklich etwas zu sagen hat. Also die Abonnenten nicht belästigen oder langweilen. Sehr lange sollte man sie auch nicht auf wichtige Informationen warten lassen, denn sonst verliert der Newsletter an Wert! Weil man bloß nur vorhatte, den eigenen Newsletter quartalsweise anzubieten, muss man nicht 4 Wochen warten, um eine wirklich wichtige Meldung den Interessenten mitzuteilen! Viel mehr sollte man darüber nachdenken ob nicht besser wäre, die Versandfrequenz zu verkürzen.

Eine gute Idee wäre, den Newsletter in verschiedenen Kategorien zu teilen. So vermeidet man eine lange E-Mail, die vielleicht viele aus Zeitgründen nicht ganz lesen könnten. Außerdem kann man den Abonnenten die Wahl überlassen nur das zu lesen, was sie auch wirklich interessiert. So können sie entscheiden, ob sie nur News über Produkte abonnieren oder viel lieber sich über Unternehmensentwicklung informieren möchten. Also hier ist es wieder die richtige Kommunikation gefragt.

Fragen Sie Ihren Abonnenten, was sie wirklich interessiert und vermuten sie nicht, was sie interessieren könnte!

Social Media oder E-Mail Marketing? Welche ist die bessere Wahl?

Lösen die Social Media das E-Mail Marketing nach und nach ab?

Ich lese und höre in letzter Zeit verstärkt, dass die Social Media das E-Mail Marketing ablösen würden. Oder E-Mail Marketing eher für die ältere Generation geeignet sei und die Jüngere sich möglichst über Social Media Plattformen informieren und auch sich lieber darüber angesprochen haben möchten. Wie wir wissen, stürzen sich Medien immer sofort auf das, was neu und gerade angesagt ist aber was sagen uns die Tatsachen?

Fakt ist, dass diese Plattformen wie Pilze aus dem Boden wachsen und sie natürlich deshalb sehr beliebt sind, weil man sofort oder zeitnah darüber eine Reaktion erhält. Man kann sich ohne Einschränkung von überall einloggen und somit sind sie immer griffbereit. Sie sind was Neues und einfach in der Mode und viele möchten dabei sein. E-Mail hingegen ist langweilig geworden, man wartet immer auf die Antwort und hat sie nicht immer griffbereit. Sie können Viren enthalten oder auch irreführend sein. Nun, wenn man die Sache so betrachtet, dann ist E-Mail der klare Verlierer aber auf E-Mail kann man noch lange nicht verzichten. Sie bietet viele Möglichkeiten, die unverzichtbar sind! Man kann sie z. B. nach eigenem Geschmack oder CI-Vorgaben formatieren oder sie bietet eine bessere Zielgruppenselektion und mehr Kontrolle über den Empfänger. Über Social Media lassen sich Presse oder Ad-hoc-Mitteilungen sehr schnell verbreiten aber über E-Mail kann man konzentrierter und gezielter die Themen behandeln. Ich bin der Meinung, dass die Social Media Plattformen eine gute Ergänzung bieten aber auf keinen Fall E-Mail als Marketingwerkzeug ersetzten könnten!

Man muss sich oftmals nicht nur für eine Sache entscheiden. Vieles kann man kombinieren oder als eine ergänzende Maßnahme betrachten.

Click-Rate oder Conversion-Rate? Maßstäbe für den Erfolg einer E-Mail Kampagne

Wie misst man den Erfolg einer E-Mail-Kampagne?

Nun hier kommt es einfach auf die Zielsetzung an. Was möchte man mit der Kampagne erreichen? Handelt es sich hierbei um reine Informationsübermittlung oder soll die Aktion Käufer oder Teilnehmer akquirieren? Man kann die beiden Indikatoren nicht direkt auf ihre Wirksamkeit miteinander vergleichen, denn jeder von ihnen ist für einen bestimmten Erfolgsfaktor ausschlaggebend!

Bei einem Newsletter werden nur Informationen, News aus der Branche oder Produktankündigungen übermittelt. Messung von Conversion-Rate würde daher hier eher weniger Sinn machen. Es gibt natürlich Newsletter, die Produktangebote enthalten. Hierbei sind beide Indikatoren wichtig. Man kann die Interessen der Empfänger an dem Newsletter mit der Click-Rate messen und gleichzeitig auch die Attraktivität des Angebotes anhand der Conversion-Rate ermitteln. Wenn man aber nur für eine Veranstaltung wirbt oder wirklich nur gezielt ein Angebot promotet, dann ist die Conversion-Rate die Maßeinheit für die Ermittlung des Erfolges. Hohe Click-Rate ohne, dass etwas gekauft wird oder sich jemand für die Veranstaltung anmeldet, zeigen den Misserfolg der Kampagne. Eindeutig wird es hierbei, dass obwohl genügend Interessenten vorhanden waren, das Angebot nicht attraktiv genug war! So etwas darf mal passieren aber sich nicht oft wiederholen, denn dann melden sich die Empfänger von dem E-Mail-Verteiler ab! Anderseits eine hohe Conversion-Rate und gleichzeitig eine niedrige Click-Rate sind das Anzeichen dafür, dass das Angebot gut war, jedoch die Werbung misslungen ist.

Wie man sieht, ist eine hohe Click-Rate oder Conversion-Rate alleine nicht ein Zeichen für den Erfolg einer E-Mail-Kampagne. Es kommt ganz auf das Vorhaben der Kampagne an!

Adressgenerierung – Tipps für Start-ups im E-Mail Marketing und Newsletterversand

Der Anstoß, warum ich diesen Artikel schreibe, ist die immer wieder kommende Anfrage an uns: “Wir möchten gerne Newsletter versenden, haben jedoch keine E-Mails”. Der Zugriff auf die fremden Listen kommt für viele aus Budgetgründen nicht infrage. Also wie kann man am besten vorgehen?

Wir sollten uns erstmal einen Überblick verschaffen, was wir für Möglichkeiten haben.
Um eine gute Datenbank aufzubauen, muss man zuvor einige Fragen beantworten:

  • Wie ist das Unternehmen aufgebaut (Wichtig für die Zielgruppendefinition)
  • Was für einen Mehrwert hat es für die potentiellen Abonnenten, den Newsletter zu lesen
  • Was hat das Unternehmen davon, einen Newsletter anzubieten
  • Gibt es genügend Ressourcen für die Pflege der Daten
  • Wie gut ist das Unternehmen mit der Rechtslage im E-Mail Marketing vertraut
  • Was für technische Möglichkeiten hat das Unternehmen und wie kann man sie optimieren
  • Wie sind die Marketing-Prozesse aufgebaut

Dass, das Unternehmen einen Newsletter anbietet, muss auch beworben werden. Einen Banner auf die Startseite oder einen Link, die auf den Newsletter aufmerksam machen, wären ein guter Anfang. Eine kleine Information, was man zu erwarten hat und natürlich ein Anmeldeformular zum Abonnieren des Newsletters sollten auch nicht fehlen. Dass sie technisch und rechtlich einwandfrei sind, setzten wir natürlich voraus! Sobald diese Vorbereitungen getroffen sind, sollten wir uns die bestehenden Kunden-Daten und die Kommunikationswege genauer anschauen. Genau da sollte man ansetzten um für den Newsletter zu werben:

  • E-Mail Signaturen können z.B. mit einem Link auf die Anmeldeseite ergänzt werden
  • Kontaktformulare können auch mit freiwilligen Feldern ergänzt werden
  • Sämtliche Kommunikationskanäle, natürlich da wo es auch passt, können einen Hinweis auf den Newsletter enthalten
  • Wenn Veranstaltungen angeboten werden, kann man mit der Einladung zusätzlich den Empfänger zum Abonnieren auffordern.
  • Adressdatenbanken der Partner können auch interessant sein und da die Partner indirekt davon profitieren würden, kann man sicherlich gut zusammen arbeiten.

Der Adressgenerierungsprozess sollte somit in das gesamte Marketingkonzept gut integriert werden, ohne es zu behindern! Feingefühl ist gefragt und natürlich den Empfänger nicht vergessen.

Nicht nur eigene Wünsche sehen, sonder immer daran denken, auf die andere Seite ist ein Mensch, der Bedürfnisse hat!

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