Entwicklung des Marketings von den goldenen 60er zur Globalisierung, Permission-based- und Content-Marketing
Der Begriff “Marketing” wurde zum ersten Mal zwischen 1905 und 1920 an den US-Universitäten verwendet. In Deutschland sprach man hingegen bis in die 60er von “Absatzwirtschaft” wobei der Begriff Verkauf und Werbung einschloss.
In den goldenen 60ern hatten Unternehmen kaum bedenken um den Absatz ihrer Produkte. Die sehr positiv anhaltende Wirtschaftslage konfrontierte Unternehmen weniger mit Werbung, sondern eher mit Produktionsgeschwindigkeit und somit ging der Trend mehr und mehr in Richtung Massenproduktion. Erst mit beginn der Marktsättigung gegen ende der 60er musste man sich mit dem Thema Marktanteile und Marktorientierung beschäftigen.
Marktorientierung war in den 70ern für Unternehmen das wichtigste Thema. Die Unternehmen in den Industriestaaten waren in den 70ern zunehmend mit der Situation konfrontiert, dass der starken Kaufkraft der Konsumenten ein großes Güterangebot gegenüberstand. Sie mussten also reagieren und ihre Marketingstrategie dementsprechend anpassen. Zielgruppenmarketing war die nächste Stufe und mittlerweile auch im Marketing verbreitet.
Die meisten Märkte waren in den 80ern schon gesättigt. Wettbewerb war hart und Konsumenten umso kritischer. Ist auch eine normale Situation, wenn mehrere Angebote zur Auswahl stehen. Langfristig denken war angesagt, um sich auch durchsetzen zu können! Markt- und Wettbewerbsbeobachtung (Antizipation und Benchmarking) wurde zur Pflicht.
In den 90ern war dann die Situation erreicht, in der sich die Produkte immer ähnlicher wurden und für den Verbraucher immer schwieriger sich zurechtzufinden. Internationalisierung, Globalisierung und zuletzt immer schneller werdende Kommunikation über Telefon und Internet machten den Ruf nach One-2-One Marketing immer lauter. Marketer hatten zudem noch eingesehen, dass Kundenbindung wesentlich günstiger und effizienter ist, als einen neuen Kunden zu gewinnen.
Und heute? Die Marktdichte hat noch mehr zugenommen, es gibt deutlich mehr Kommunikationskanäle, Kunden sind kritischer und vorsichtiger geworden, zudem gibt es Gesetze an denen sich Marketer halten müssen. Permission-Based- und Content-Marketing sind die Themen von heute. Lesenswerter Artikel von Harvard Business Manager: Das neue Gesicht des Marketings
Permission bedeutet Einwilligung, Erlaubnis oder auch Genehmigung. Also Marketing basierend auf einer vorherigen Einwilligung des Werbeempfängers!
Warum ist Permission Marketing so wichtig? Eine vorherige Einwilligung hat mehrere positive Effekte:
- Marketing Budget kann effektiver und effizienter eingesetzt werden
- Themen-Relevanz und somit Erfolgsfaktor der Marketing Kampagne nehmen automatisch zu
- Eine bessere Kommunikation zwischen Anbieter und Abnehmer
- Produkte können gezielter weiterentwickelt und angepasst werden
Somit hat eine vorherige Einwilliung des Werbeempfängers nur Vorteile für Unternehmen. Konsumenten gibt es weiterhin, also sollte man keine Bedenken haben, keine Einwilligung zu bekommen. Menschen brauchen Produkte und Dienstleistungen und daran wird sich nie was ändern. Die Art und Weise der Kommunikation muss nur angepasst werden, also ist nichts Negatives und sollte nicht negativ gesehen werden. Opt-In verfahren ist nicht schwierig und macht Werbung nicht unmöglich. Man muss es nur machen! Webseiten müssen angepasst werden und Strategien müssen überdacht werden aber auch in der Vergangenheit musste man sich stets anpassen!
Mit Permission-based-Marketing steigt die Qualität einer E-Mail Marketing Kampagne dadurch, dass der Relevanz und Mehrwert für den Empfänger umso größer wird und die Information an Exklusivität gewinnt. Zudem setzt man sich automatisch mit Content-Marketing auseinander. Meher zum Content-Marketing können Sie hier lesen: Content Marketing - Die Bedeutung von wertvollen Informationen in der Kommunikation
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