BDSG-Novelle II ist nun ein Jahr alt – Was hat sich im E-Mail Marketing seither geändert?

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Nun ist es ein Jahr seit der Novellierung des BDSG II vergangen. Experten waren sich nicht einig, ob sie auch wirklich etwas bewirken wurde. Zweideutigkeiten und juristisch nicht einwandfrei formulierte Sätze wurden das Spamproblem nicht lösen, meinten viele Juristen…

Eine Sache sollte aber deutlich geworden sein: Wer professionell, sauber und vertrauenswürdig arbeiten möchte, sollte Werbe-E-Mails nur an diejenigen versenden, welche sie auch bewusst gewollt haben. Also nur an die E-Mail-Adressen, welche über ein eindeutiges und juristisch einwandfreies Verfahren wie z. B. Double-Opt-In gesammelt wurden.

Wie sieht es aber in der Praxis aus?

Wo Experten und Berater regelmäßig über das Thema Spam und Sonderfälle diskutieren, scheint die Mehrheit der Anwender immer noch ziemlich ahnungslos zu sein! Anmeldeformulare für den Newsletter sind weiterhin zum größten Teil nicht rechtskonform und in meisten Fällen bekommen Nutzer und Käufer immer noch automatisch Werbe-E-Mails, obwohl sie sich nicht bewusst dafür angemeldet haben. Ich begegne immer noch Fälle, wo das Häkchen für den Newsletter vorab und somit rechtswidrig gesetzt ist oder E-Mail-Absender mutmaßlichen Empfänger ohne ihr Wissen in ihrem Verteiler aufnehmen. Den Grund dafür kann ich es mir nur so erklären: Vielen sind die Konsequenzen ihrer Handlung nicht bewusst oder sie nehmen die Strafe im Kauf. Gerade die großen Unternehmen lassen es einfach darauf ankommen.

Wo liegt wirklich das Problem und warum wird das Thema „Spam“ nicht genügend Beachtung geschenkt?

Viele denken und handeln einfach nicht zeitgemäß und setzen weiterhin Quantität vor Qualität. Diese Zeiten sind aber vorbei. Wir haben mit einer neuen Generation zu tun, die mehr und mehr mit Internet aufwächst und teilweise auch mehr im Web aktiv ist, als im reellen Leben. E-Mail-Verkehr hat deutlich zugenommen und auch Anzahl der unerwünschten E-Mails ist dramatisch gestiegen. ISP’s sind strenger geworden und Nutzer vorsichtig und kritischer! Relevante Inhalte und qualitativ hochwertige Informationen sind der Schlüssel zum Erfolg und das kann nur gewährleistet werden, wenn man Informationen die Personen zukommen lässt, welche sie auch wirklich gewollt haben. Die bloße Mutmaßung, dass jemand an etwas interessiert sein könnte, reicht nicht mehr aus. Man sollte sich schon mehr Mühe geben, mehr in Adressgenerierung investieren und die Abonnenten auch besser verwalten. Gute CRM-Systeme und gut geschulte Mitarbeiter sind folglich wichtiger denn je!

Fazit

Manche Sachen brauchen aber auch einfach Zeit. Wir haben immer noch nur einzelne Gerichtsurteile. Wenn aber die Klagen zunehmen und die Gerichte mehr Urteile aussprechen, dann wird auch das Thema Datenschutz und Spam ernster genommen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass E-Mail Marketing in Deutschland immer noch sehr jung ist und wenige Unternehmen über genügend Erfahrungen mit diesem Medium verfügen, auch wenn E-Mail an sich schon länger existiert. Wir sollten also Geduld haben…

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Ali Amir Mostofian

Digital Marketing Manager (Campaign and project -management) bei Orange Marketing
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