E-Mail Marketing und Dritt-Werbung über Standalone Kampagnen mit Fremdadressen

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Peilen Sie Ihr Ziel richtig an und lassen Sie sich sicher hinführen.

Die aktuellen Datenschutzbestimmungen sind natürlich zum Schutz der Empfänger gedacht und dienen an erster Stelle der Abschreckung, um einen E-Mail-Empfänger nicht zu spammen, sie machen es jedoch extrem schwierig eine neue E-Mail-Datenbank aufzubauen, es gibt aber Mittel und Wege. Frau Melanie Riedel und ich versuchen in unserem gemeinsamen Beitrag, Einblicke in die Möglichkeiten der Adressgenerierung über Fremdadressen zu gewähren. Frau Riedel beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Fremdadressen und hat unzählige Unternehmen aus verschiedenen Branchen betreut und beraten. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Webseite:
www.mr-consulting.net.

Immer wieder erhalten wir Anfragen über Adressgenerierung. Gerade für viele, die am Anfang eines Unternehmens stehen, ist es schwierig ohne fremde Hilfe eine zumindest kleine Basis zu schaffen, auf der sie später mit diversen Maßnahmen aufbauen können. Offline Kampagnen sind oft für kleinen und mittelständigen Unternehmen finanziell schwer umsetzbar und da stellt sich natürlich die Frage, ob man mit z. B. Standalone Kampagnen auf TKP-Basis eine Starthilfe bekommen könnte. Neben Standalone E-Mails kann man natürlich auch Text-Anzeigen oder Banner in bereits erfolgreichen Newsletter schalten. Die Standalones bieten jedoch die beste und schnellste Möglichkeit, um eine Basis für den Anfang zu schaffen. Wie sieht es aber mit der Rechtslage aus und wie geht man am besten an so eine Kampagne heran. Es gibt diverse Anbieter mit Listen aus verschiedenen Quellen. Es gibt Portale, die ihr eigene Community anbieten oder Kommunikationsunternehmen, die über Umfragen solche Listen für Standalone Kampagnen generieren. Was muss man bei der Wahl des Anbieters und Listen beachten und wie teuer sind solche Listen überhaupt? Anforderungen und Qualität bestimmen auch hier den Preis! Ich übergebe das Wort an dieser Stelle an Frau Melanie Riedel. Als Expertin für E-Mail Marketing mit Fremdadressen wird sie uns unter anderem auch diese Fragen beantworten:

  1. Wie sieht es generell mit der Rechtslage bei E-Mail Marketing mit Fremdadressen aus?
  2. Wie wirkungsvoll sind solche Kampagnen?
  3. Was muss bei der Wahl des Anbieters und der Liste beachtet werden?

Melanie Riedel (MR Consulting)

Die Anmietung von Fremdadressen funktioniert, aber nur, wenn Sie mit den richtigen Listen zusammenarbeiten. Damit steht und fällt Ihr Erfolg, also nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl!

Achten Sie auf diese rechtlichen Aspekte:

  • Wie wurden die Adressen erhoben? Im Single-, Confirmed- oder Double Opt-in Verfahren? Bei Fremdadressen ist double Opt-in meiner Meinung nach die einzig akzeptable Wahl, denn nur so können Sie als Werbekunde sicher sein, dass der E-Mail-Empfänger auch wirklich verstanden hat, für was er sich angemeldet hat: den Empfang von Werbeinformationen.
  • Der Versand erfolgt IMMER über den Adresseigner. Sie als Kunde geben das Werbemittel an die Liste, diese setzt die Kampagne im System auf und versendet sie. Wenn Ihnen jemand anbietet, Ihnen die Adressen direkt zu liefern: LASSEN SIE ES, DENN DAS IST ILLEGAL!
  • Ihnen als Kunde “gehört” die Betreffzeile sowie der komplette E-Mail-Inhalt. Dort können Sie sich austoben. Die Liste wiederum muss eine einfache und deutlich erkennbare Abmeldemöglichkeit aus ihrem Verteiler anbieten. Außerdem definiert die Liste selbst die Absenderadresse (im Normalfall der Listen-Name). Zum einen, weil die Rechtsprechung vorgibt, dass die E-Mail als Werbung erkennbar sein muss, und zum anderen, weil der Listeigner die Erlaubnis hat, die Adressaten anzuschreiben, nicht Sie als Kunde.
  • Hat der Adresseigner ein vernünftiges Whitelisting? Wie häufig führt der Adresseigner Aussendungen durch? Nur so kommt Ihre Werbebotschaft auch beim Empfänger an. Passen Sie auf, eine schlechte Reputation der Liste als Versender kann tatsächlich auch Auswirkungen auf die Deliverability Ihres eigenen Firmennewsletters haben in der Folge. Ich sage aber ganz klar: Das KANN passieren, ist aber definitiv NICHT die pauschale Regel im modernen E-Mail-Marketing, wie es in der letzten Zeit das eine oder andere Mal zu lesen war.

Damit Ihre Kampagne auch Erfolg hat, setzen Sie jetzt die Marketingbrille auf: Auf welche Empfänger trifft Ihre Werbebotschaft? Wie wurden die Adressen generiert?

  • Über ein Gewinnspiel mit unzähligen Sponsoren? Ja, zugegeben, dies ist noch immer ein riesiger Markt. Aber nein, ich bin kein großer Freund davon. Diese Adressen sind meist sehr günstig, sind aber genauso effektiv wie eine Schrotflinte. Zufallstreffer ja, oft auch genug, um die Kampagne rentabel zu machen, aber mit gezielter Werbung hat das trotzdem nichts zu tun.
  • Über eine Befragung, bei der die Empfänger Fragen über Ihre Interessen beantwortet haben? Diese Adressen sind teurer, aber auch qualitativ besser. Sie schießen nicht ins Blaue, sondern können gezielt passende Zielgruppen auswählen und Menschen, für die Ihr Produkt sowieso nicht in Frage kommt, ausschließen.
  • Über die Anmeldung auf einer Website, die ins thematische Umfeld passt? Als Beispiel: Die Golfseite bietet einen regelmäßigen Newsletter an und holt zusätzlich die Permission für passende Werbeinformationen ein. Wenn Sie dort dann als Werbekunde Golfreisen anbieten, passt das. Der Nutzer hat sein Interesse am Thema Golf aktiv durch das Betreten der Website und das Abonnement des Newsletters gezeigt. Nicht nur durch einen Haken in einem Interessensfeld, sondern durch sein Verhalten. Diese Adressen sind teurer, aber für mich weiterhin die Königsklasse.

Die Marktpreise variieren je nach Adressart und Menge erheblich und reichen von TKP 10 EUR (breite Masse, sehr hohe Volumina, sehr niedrige Qualität) bis zu 300 EUR (spezielle Zielgruppen, z. B. B2B, Bauingenieure, IT Manager bestimmter Branchen etc.).

Solange der Adresseigner ein nachweisbares double Opt-in hat, liegen Sie schon mal nicht komplett falsch.

Es gibt durchaus Massenprodukte, für die rechnen sich teurere Spezialselektionen nicht, sondern nur die breite Masse. Übertreiben Sie es aber dennoch nicht. Und wenn Sie schon als Werbekunde richtig Dampf machen wollen und Millionen von E-Mails innerhalb kurzer Zeit versenden wollen, ändern Sie bitte sehr häufig Ihr Werbemittel. Es gibt ja bekanntermaßen unendlich viele Wege, im Spam-Filter hängen zu  bleiben. Einer davon ist, den Markt wochenlang mit derselben Werbung zu überschütten.

Ihre Ziele entscheiden über die Wahl der Adressen. Aber bleiben Sie realistisch und kommunizieren Sie Ihre Erwartungshaltung. E-Mail-Marketing macht tatsächlich nicht immer Sinn, aber wenn Sie das Pferd richtig aufzäumen, immer öfter!

Autoren: Melanie Riedel, Ali Mostofian

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Ali Amir Mostofian

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