Email-Adressen rechtssicher für Werbezwecke offline mit Hilfe von Gewinnspielkarten generieren

18 Shares 18 Shares ×

Man hat über die Jahre eine recht gute und große Kundendatenbank mit Email-Adressen aufgebaut aber leider hat man vergessen, oder es war zu der Zeit nicht notwendig, die Einwilligung der Empfänger für den Versand für Werbe-Email einzuholen. Nun einige Jahre Später 2011 ärgert man sich darüber, dass man diese Adressen nicht nutzen kann. Es ist schade, keine Frage aber es ist noch nichts verloren …

Man kann mit Hilfe von Gewinnspielkarten:

A) Kunden reaktivieren,

B) Die Einwilligung für den Empfang von Werbe-Emails einholen.

Viele kennen diesen Satz: „Die Kopplung von Gewinnspielen und Email-Opt-In ist verboten“ Das ist richtig aber worauf bezieht er sich und wie kann man doch diese beiden Optionen rechtssicher miteinander verbinden? Rechtsanwalt Thomas Schwenke beschreibt in seinem Artikel Adressen für Direktmarketing mit Gewinnspielkarten wirksam generieren ganz genau, wie man richtig vorgehen kann. Anhand von Muster-Karten zeigt der Anwalt zudem ganz genau, wie man die Einwilligung falsch oder richtig formulieren kann und wie hoch die Kosten im Falle eines Verstoßes sein können.

Auszug aus dem Beitrag:

Ausdrückliche Einwilligung

Die Einwilligung muss „ausdrücklich“, das heißt aktiv abgegeben werden. Ferner muss sie alleine und nicht im Zusammenhang mit anderen Erklärungen abgegeben werden. Damit sind Einwilligungen in den folgenden Fällen unwirksam:

  • Einwilligung in den Teilnahmebedingungen – Die Einwilligung darf nicht in den Teilnahmebedingungen des Gewinnspiels „versteckt“ werden. Auch wenn auf der Gewinnspielkarte steht, dass die Teilnehmer sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden erklären, fehlt es an einer ausdrücklichen Einwilligung.
  • Einwilligung zusammen mit anderen Erklärungen – Die Einwilligung in den Empfang von Werbung muss separat erfolgen. Lautet die Erklärung „Ich erkläre mich mit den Teilnahmebedingungen und dem Empfang des Newsletters von X einverstanden“ ist die Einwilligung unwirksam. Die Einverständniserklärung mit dem Newsletter muss separat erfolgen.
  • Einwilligung zusammen für mehrere Werbekanäle – Das Gebot die Einwilligungen zu trennen geht sogar soweit, dass eine Einwilligung in den Empfang von Emailwerbung von der Einwilligung in den Empfang von Telefonwerbung getrennt sein muss.
  • Vorangehaktes Kontrollkästchen – Das Kontrollkästchen mit dem der Nutzer sich mit dem Empfang der Werbung einverstanden erklärt, darf nicht vorangehakt sein, da es sonst an einer ausdrücklichen, das heißt aktiven Einwilligung fehlt.

Abmahnungen bei Verstößen

Verwenden Sie Gewinnspielkarten, die eine rechtswidrige Einwilligungserklärung enthalten, sind folgende Folgen möglich:

  • Abmahnung durch Mitbewerber wegen Wettbewerbsvorteilen durch Rechtsverletzung. Kosten ca. 600-1.200 Euro zzgl. Kosten für den eigenen Rechtsanwalt.
  • Abmahnung durch Wettbewerbs- oder Verbraucherschutzzentralen. Kostenpauschale 200 Euro.
  • Abmahnung durch Empfänger der Email-Werbung. Kosten ca. 400 Euro zzgl. Kosten für den eigenen Rechtsanwalt.

Hier können Sie den ganzen Beitrag lesen:
Adressen für Direktmarketing mit Gewinnspielkarten wirksam generieren

18 Shares Twitter 4 Facebook 2 Google+ 8 LinkedIn 4 StumbleUpon 0 Buffer 0 18 Shares ×
The following two tabs change content below.

Ali Amir Mostofian

Digital Marketing Manager (Campaign and project -management) bei Orange Marketing
Blogger, Jazz and Coffee Lover... Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Hilfe? Dann rufen Sie uns an 069 203 27 202 oder schreiben Sie uns eine Email info@orangemarketing.de
Möchten Sie mehr über das digitale Marketing lesen?

18 Shares Twitter 4 Facebook 2 Google+ 8 LinkedIn 4 StumbleUpon 0 Buffer 0 18 Shares ×