Archiv für die Kategorie: "Tipps & Tricks"
Spamfilter, wie sie arbeiten und auf was man achten sollte
Was vor 10 Jahren kaum ein Thema war, ist heutzutage eine Plage, die nicht nur Firmen, sondern auch immer mehr Privatpersonen heimsucht.
Zahlreiche Produkte und immer strenger konfigurierte Spamfilter trotzen Spam-E-Mails entgegen. Aber nicht nur Spam-E-Mails, immer öfter fallen auch wichtige E-Mails und Newsletter, die man selber abonniert hat Spamfilter zum Opfer. In diesem Fall spricht man von „False-Positive“.
Wie kann man aber verhindern, dass so etwas eigenem Newsletter widerfährt! E-Mail und Newsletter-Dienstleiter sprechen immer mehr davon, dass sie eine hohe Zustellrate nachweisen können und sprechen von bis zu 96% Zustellrate oder auch mehr. Dass ihre E-Mail-Server richtig konfiguriert sind oder sie auf diverse White-Lists gelistet sind, setzen wir voraus aber ein wichtiger Faktor bleibt der Kunde und seine Texte, die er schreibt! Alles nutzt nichts, wenn der Verfasser sich nicht an gewisse Spielregel hält und dazu muss er wissen, wie Spamfilter funktionieren.
Viele Spamfilter gehen nach einem Punkteprinzip vor und je nachdem wie streng ein Filter eingestellt ist, reichen z.B. 7 Punkte aus, um eine E-Mail als Spam zu markieren. Nachfolgend 10 wichtige Hinweise, wie diese Punkte zustande kommen:
- Spammer sind ganz schlechte Kodierer! Daher sollte man darauf achten, dass bei HTML-E-Mails, die Kodierung sauber und richtig sein sollte. Manche verfassen Ihre Newsletter in Word und speichern ihn als HTML und nutzen diesen dann für Ihr Newsletter. Spamfilter kommen mit MS-Office spezifische Kodierung nicht zurecht.
- Verhältnis Bilder und Texte. Punkte gibt es auch dafür, wenn in einer E-Mail verhältnismäßig mehr Bilder als Texte benutzt werden sollten. Grund dafür ist, dass viele Spammer auch Texte als Bilder speichern, um von Spamfilter nicht erfasst zu werden.
- Die Betreffzeile sollte keine eindeutige Nutzer-ID’s enthalten, die den Empfänger identifizieren. Genauso keine Sonderzeichen oder mehrere Leerzeichen hintereinander. Man sollte auch nicht alles im Betreff groß schreiben oder jedes Wort mit einem Großbuchstabe anfangen. Auch Aussagen, die etwas garantieren oder gar Kostenlos anbieten, sollte man im Betreff aber genauso im E-Mail-Text vermeiden.
- E-Mail-Links, die versenden einer E-Mail mit einem bestimmten Betreff erzwingen. Hier ein Beispiel: <a href=”mailto:musterman@domain.de?subject=Beispieltext”>musterman@domain.de</a>. Wenn man auf diesen Link klicken sollte, startet z.B. Outlook und bereitet den Versand einer E-Mail an mustermann@domain.de mit dem Betreff “Beispieltext” vor.
- E-Mails nicht mit Priorität Hoch senden!
- Pornografischbezogene Wörter sollten vermieden werden. Auch solche Sätze wie „Heißer Sommer bringt heiße Preise“ sollte man vermeiden und sie anders formulieren.
- Generell sehr eindeutig Werbebezogene Inhalte sollten vermieden werden. Der Inhalt sollte Informationen enthalten aber nicht aggressiv auffordernd sein, etwas zu tun.
- Sehr große Schriften, Font +2 und mehr sollten vermieden werden.
- 1×1 Pixel große Bilder, die technische Zwecke (Tracking usw.) dienen, bringen auch Punkte mit sich.
- Nicht gültige E-Mails sollten sofort aus der Versandliste für die zukünftige Mailings entfernt werden. Absender bzw. E-Mail-Server, welche immerwieder ungültige E-Mails anschgreiben, werden als Spammer in Blacklists aufgenommen.
Je nachdem wie ein Spamfilter konfiguriert ist, wird für ein Vergehen halben Punkt und für ein Anderes mehrere Punkte vergeben! Beachtet man diese Regeln, sollte man sehr gute Chancen haben, damit der eigene Newsletter Spamfilter nicht zum Opfer fällt und den Empfänger erreicht. Einige Dienstleister bieten auch Kontrollmechanissmen an, um die E-Mails vor dem Versand auf Spamwahrscheinlichkeit zu prüfen.
Wie man sieht, unterscheidet sich eine Werbe-E-Mail deutlich von einem Brief-Mailing. Hier herrschen ganz andere Spielregeln!
Darstellung von HTML-Newsletter in IBMs Lotus Notes
Ein wirkliches Problem, womit alle E-Mail Marketer und Dienstleister zu kämpfen haben ist die Darstellung in IBMs Lotus Notes.
Warum sich IBM nicht zumindest an die Mindestanforderungen wie Microsoft mit Outlook 2007 hält ist unbegreiflich. Ändert jedoch nichts daran, dass in der Finanzbranche überwiegend Notes im Einsatz ist.
Um sich von vorne herein viel Ärger zu sparen, empfehlt es sich erst einmal anzuschauen was Notes wirklich unterstützt und was nicht. CSS-Anweisungen werden nur zum Teil unterstützt. Eine gute Übersicht bietet daher die Webseite email standards project. Da sieht man unter anderem auch, dass Befehle wie „Margin“ und „Padding“ nicht unterstützt werden.
Bewegt man sich jedoch überwiegend in B2C Bereich, muss man sich eher Outlook 2007 und die Webmailer unter die Lupe nehmen. Aber meistens wenn eine E-Mail in Lotus Notes gut aussieht, wird zu 99% überall anders auch eine gute Figur machen.
Danke an allen Kommentatoren, die diesen Beitrag mit wertvollen Hinweisen ergänzt haben!
Hier finden Sie weitere sehr nützliche Links zum Thema HTML-Newsletter Programmierung:
- CampaignMonitor: Guide to CSS support in email clients
- sitepoint: How to Code HTML Email Newsletters
- 24 ways: Rock Solid HTML Emails
Versandzeitpunkt von Newsletter und E-Mail Einladungen
Ein wichtiges Thema, welches nach meinen eigenen Erfahrungen nicht genug Beachtung bekommt, ist der Zeitpunkt des Versandes!
Meistens werden Neswletter und werbe Emails einfach so raus geschickt, nach dem Motto “Ich bin gerade fertig mit Vorbereitungen also drück ich mal auf dem Knopf und weg sind sie” Falsch!!! Der richtige Zeitpunkt ist genau so wichtig wie alles andere auch!
Wie viele E-Mails und Newsletter bekommen wir denn jeden Tag, wenn wir morgens den Rechner hoch fahren? Und wie sorgfältig gehen wir sie durch? Klar die von wichtigen Personen werden schon nicht übersehen aber was ist mit ein Newsletter? Man möchte erstmal die e-Mails schnell durch gehen und sie abarbeiten und somit wird der Newsletter zu kurz kommen! Oder was ist mit Montag früh oder Freitagnachmittag? Oder Wochenenden?
Was ich damit sagen möchte ist, man sollte nach der Zielgruppe den Zeitpunkt des Versandes anpassen!
Ist meine Zielgruppe Business oder Privat? Und man sollte zum Beispiel nicht kurz vor einem Feiertag neue Angebote per E-Mail raus schicken! Genau dann sind auch die meisten Spamer aktiv und so ist die Gefahr, dass der Newsletter übersehen wird zu groß! Oder wann sollte man am besten eine CIO zu einem Event einladen?
Somit ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes sehr wichtig und man sollte sich von einem Profi in diesem Zusammenhang gut beraten lassen!








