Archiv für das Artikel-Schlagwort: "Klickrate"
Epsilon International Studie: E-Mail Marketing kommt in Deutschland besser an als Rest der Welt
Oder fast rest der Welt! In einer Studie fand epsilon International heraus, dass die E-Mail Kampagnen in Deutschland im zweiten Quartal 2010 gegenüber Vorjahr bessere Öffnungs- und Klick-Raten erzeugten wie in Frankreich, Großbritannien, Nordamerika und den gesamten Wirtschaftsraum EMEA (umfasst die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika).
Während insgesamt die Zustellrate in den anderen Regionen um mehr als 1 Prozent erhöht werden könnte, gingen die Öffnungs- und Klick-Raten leicht zurück. Die Zahlen entwickelten sich in Deutschland jedoch gegen den Trend. Während die Zustellrate in Deutschland von 95,9 auf 95,4 Prozent zurück ging, stiegen im zweiten Quartal 2010 die Öffnungs- und Klick-Raten gegen über Vorjahr für Öffnungen von 21,6 auf 22,2 Prozent und die Klickrate stieg sogar um satte 6,5 Prozent!
Für die Studie wurden mehrere Milliarden E-Mails ausgewertet. Die komplette Studie kann über epsilon International angefordert werden!
E-Mail Marketing braucht einheitliche Messgrößen
E-Mail Öffnungsrate und Klick-Rate (CTR) sollten richtig gemessen werden!
Was bedeutet der Erfolg für eine E-Mail-Kampagne? Sicherlich eine hohe Öffnungsrate und viele Klicks, falls die E-Mail auch Links enthält. Aber wie werden diese Zahlen berechnet? Lassen Sie mich anders erklären… Ich schreibe 100 E-Mail-Empfänger an und erhalte 10 Bounces und 5 Abmeldungen. 30 öffnen meine E-Mail und ich erhalte zudem noch 20 Klicks. Nun wie setzen sich die Zahlen für die Öffnungsrate und die Klick-Rate meiner E-Mail-Kampagen zusammen? Leider gibt es auf diese Frage keine einheitliche Antwort! Während einige Dienstleister und Softwares Bounces und die technischen Links wie z. B. Web-Link und Abmelde-Link beachten, ignorieren andere sie vollständig und das führt dazu, dass meine E-Mail-Kampagne abhängig vom Dienstleister und Software eine Abweichung von mehr als 3% aufweisen wird und das ist für eine E-Mail-Kampagne sehr viel!
Die Bounce-Rate ist sehr wichtig. Sie zeigt die Qualität der Adressdatenbank an aber sie hat in der Berechnung der Öffnungsrate nichts zu suchen! Die Öffnungsrate zeigt die Qualität meines Themas an und das kann ich nur an Empfänger messen, welche meine E-Mail auch erhalten haben! Die Bounces muss ich also aus der Berechnung der Öffnungsrate heraus filtern! Ähnlich muss ich auch für die CTR-Berechnung vorgehen und die Klicks auf die technischen Links aus meiner Berechnung heraus filtern! Die Klick-Rate für die Web und Abmelde-Links müssen getrennt von den inhaltlichen Links aufgeführt werden, damit ich den Erfolg auch richtig messen kann! Eine hohe Klick-Rate, welche aus den Klicks auf den Abmelde-Link resultiert bedeutet sicherlich kein Erfolg oder?!!!
Leider gibt es im E-Mail Marketing keine einheitlichen Messgrößen und das führt zur Verfälschung der Resultate. Genau deswegen brauchen wir einheitliche Kennzahlen und Statistiken.
E-Mail Statistiken und Auswertungen besser interpretieren und einsetzen!
Die Diagramme und Graphen sind nicht nur schöne Bilder. Mit deren Hilfe kann man das E-Mail Marketing steuern und früh genug reagieren!
Um die Statistiken und Auswertungen, welche die Dienstleister und E-Mail Marketing Softwares anbieten gut einsetzen und die Frühwarnungen, die sie ausgeben erkennen zu können, muss man erst einmal verstehen, was einem die Zahlen wirklich mitteilen möchten.

Fangen wir mit der Öffnungsrate (Open-Rate) an. Ist eine konstante Prozentzahl gut oder eher schlecht? Nehmen wir an, eine Newsletterkampagne liefert konstant ca. 30% an Öffnungsrate ab. Der Verteiler wächst monatlich natürlich auch. So könnte man davon ausgehen, dass alles in Ordnung wäre, aber wie sieht es mit der Unique-Click-Rate (CTR) aus? Hält sie sich ebenfalls konstant? Wie sieht es mit der Kontakt-Historie aus? Resultiert die 30%-Öffnungsrate aus der Öffnungen verteilt über den Verteiler oder sind es eher die neueren Abonnenten, die für die konstante Rate verantwortlich sind? Wenn es so ist, dann läuft die Kampagne schief, da sie ganz klar die Empfänger langweilt! Sie lesen den Newsletter einige Male und dann ignorieren sie ihn und damit werden inaktive Abonnenten produziert! Auch die steigenden oder fallenden CTR-Zahlen melden sehr früh, ob die Kampagne gut läuft oder nicht! Wenn die Klick-Rate sinkt, dann muss man schnell reagieren, bevor man diese Empfänger als “Öffner” verliert. So gesehen kann man nur dann ruhig schlafen, wenn bei wachsendem Verteiler, auch die Zahlen gesund mit wachsen.
Ein Newsletter oder generell eine E-Mail Kampagne ist ein Produkt, das wie jedes andere auch weiterentwickelt, gut betreut und vermarktet werden muss! Mit den Statistiken und Auswertungen hat man alles, was man braucht, um die Gesundheit des Verteilers besser prüfen zu können! Eine gute Vorarbeit und Nacharbeit ist für eine erfolgreiche E-Mail Marketing Kampagne von größter Wichtigkeit!
Wie steigert man die Klickrate im E-Mail Marketing? Was sollte man beim Aufbau eines Newsletters beachten!
Eine hohe Öffnungsrate reicht natürlich nicht alleine aus, denn in den meisten Fällen erwartet/erhofft man sich eine Reaktion des Empfängers!
Wie bringt man den Empfänger dazu, die E-Mail nicht gleich nach der Öffnung zu schließen? Studien belegen, dass man in der Regel innerhalb von wenigen Sekunden entscheidet, ob man eine E-Mail auch wirklich lesen möchte oder nicht! Das Zeitfenster ist nicht wirklich groß und somit hat der Absender bzw. der Verfasser wenig Spielraum für Fehler.
Lassen Sie uns doch einfach gemeinsam analysieren, wie Empfänger eine E-Mail möglicherweise zu sehen bekommen und wie das menschliche Auge reagiert:
- Die gängigste Bildschirmgröße ist zurzeit 19 Zoll mit einer Auflösung von 1280 x 1024.
- Studien belegen, dass zunehmend Smartphones eingesetzt werden, um E-Mails zu lesen.
- Im B2B Bereich werden zum größten Teil E-Mail Programme wie Outlook und Lotus Notes eingesetzt und viele lesen ihre E-Mails im Vorschaufenster der E-Mail-Clients. Sichtbar sind in so einem Fall ca. 400 Pixel der E-Mail.
- Ca. 28 E-Mails bekommen Empfänger in Deutschland täglich (im B2B viel mehr), also umso schneller möchte man natürlich die E-Mails lesen und überfliegt oft schnell die Inhalte.
- Oft werden Grafiken aus Sicherheitsgründen unterdrückt.
Das Auge hat somit viel zu tun, um den Inhalt zu erfassen bzw. muss viel Filterarbeit leisten und das Gehirn muss schnell die Informationen analysieren und Entscheidungen fällen. Zudem bekommt das Auge immer nur wenige Ausschnitte der E-Mail zu sehen (vielleicht höchstens ca. 400 Pixel sind für das Auge sichtbar).
Nun gut, was kann man dagegen unternehmen bzw. dafür tun, damit die Nachricht den Empfänger auch wirklich erreicht, ihn positiv beeinflusst und dazu bewegt zu reagieren? Hier einige Ansätze, um positivere Ergebnisse zu erzielen:
- Vermeiden Sie einen zu großen (damit ist die Höhe gemeint) Header. Viele Newsletter fangen mit einem viel zu großen Bild an.
- Vermeiden Sie lange Einleitungen und kommen Sie schnell und präzise zum Punkt.
- Standardfarbe für Links ist Blau und sie sind standardmäßig unterstrichen. Lassen Sie wenn möglich, die Formatierung auch so bleiben.
- Da nicht sehr selten Grafiken geblockt werden, bieten Sie Text-Links an und verzichten Sie auf Button ähnliche Bilder.
- Die wichtigsten Links (z. B. Anmelde-Links) nicht erst zum Schluss angeben, sondern soweit wie möglich oben.
- Vermeiden Sie zu spielerisches Design, Sie lenken damit den Leser nur vom Inhalt ab.
- Seien Sie kreativer als nur “hier klicken”! Call to Action ist gefragt. Sie können auch einen ganzen Satz als Link anbieten.
- Die Art und Weise, wie man den Empfänger anspricht, abhängig von der Zielgruppe, trägt sehr stark zur Reaktion bei. Versetzen Sie sich in der Lage des Empfängers!
Nach wie vor handelt es sich hierbei um mögliche Ansätze. Testen muss man aber dennoch! Am besten erstellen Sie 2 oder 3 Varianten des Newsletters und vergleichen Sie dann die Resultate.








